Can you use بِ and مِنْ to emphasize?

Yes, this is possible. Both – ب and the preposition مِنْ – can be used to give emphasis. Notice that the word which comes after بِ or مِنْ has to be مَجْرُور.

 

Let us have a look at some examples:

 

1

The letter ب

Travelling is not difficult at all.

لَيْسَ السَّفَرُ بِصَعْبٍ.

Allah is the best protector!
Note: The verb كَفَى basically means to be enough. However, it can also mean to protect; to spare. It is used without a preposition. The preposition ب here is used to emphasize.

كَفَى بِاللَّهِ  وَكِيلاً 

2

The preposition مِنْ

There has to be a singular اِسْم (noun) after it. Notice that there is no dif­ference in meaning whether the sentence is written with or without مِنْ – it is just the emphasis!

Nobody came to me.

ما جاءَنِي مِنْ أَحَدٍ.

 

1 thought on “Can you use بِ and مِنْ to emphasize?

  1. Ein paar Gedanken zu أَوْ und أَمْ – zu zwei kleinen Wörtern, deren Analyse sehr interessant ist:

    Auf Seite 111 Ihres Buches “Arabic for Nerds. 270 Questions of Arabic Grammar.” wird der Unterschied zwischen den Partikeln “‘am” und “‘aw” erläutert. Demnach bietet das “‘am” zwei Optionen an “used if there is doubt” bzw. “Letting choose”, das “‘aw” hingegen nur eine: “used to separate a single pair of choices – you have to choose one”.

    Hierzu eine Anmerkung: Die arabische Grammatik spiegelt hier eine logische Unterscheidung der Formen der Alternation wider, die eine im einschließenden, die andere im ausschließenden Sinne. Das Lateinische unterscheidet hier zwischen “vel” – daher das Symbol “∨” – und “aut”. So bezeichnet Wright den “ism al-waḥdati” als “Nomen unitatis vel individualitatis”, die “asmāʾ al-kaṯrati” als “Nomina Abundantiae vel Multitudinis”. [Vgl.: Wright, “Grammar of the Arabic Language”, Vol. I, S. 109 bzw. § 194(a) und S. 148 bzw. § 247(b).] Der ausschließende Sinn wird im Deutschen häufiger gebraucht und seine Verwendung überwiegt auch im Koran; das “‘am” kommt 110 mal vor, das “‘aw” hingegen 271 mal.

    Es gibt 56 koranische Verse, welche durch ‘am” eingeleitet werden und sich als Alternation des vorherigen Verses präsentieren. So schließt sich die folgende Sequenz von Alternationen inhaltlich gegenseitig nicht aus. Der rhetorische Charakter dieser Salve von Argumenten ist deutlich; verfangen sie auch nicht im einzelnen, so betäuben sie doch den Opponenten. Das Versende wird jeweils durch einen Endreim markiert, wobei 52:35, 52:37 und 52:38 eigentlich abermals zu unterteilen wären. So jedoch ergibt sich folgende Verschachtelung: ((A ∨ B) ∨ C ∨ D.. ):

    52:35: ‘am h̄uliqū min ġayri šay’in ‘am hum-u lẖāliqūna
    52:36: ‘am h̄alaqū s-samāwāti wa-l-‘arḏa bal lā yūqinūna
    52:37: ‘am ʿindahum h̄azāʾin-u rabbika ‘am hum-u l-muṣayṭirūna
    52:38: ‘am lahum sullamun yastamiʿūna fīhi fal-ya’ti mustamiʿ-uhum bi-sulṭānin mubīnin
    52:39: ‘am lahu l-banāt-u wa-la-kum-u l-banūna
    52:40: ‘am tas’al-uhum ‘aǧran fahum min maġramin muṯqalūna
    52:41: ‘am ʿindahum-u l-ġayb-u fahum yaktubūna
    52:42: ‘am yurīdūna kaydan fa-llaḏīna kafarū hum-u l-makīdūna
    52:43: ‘am lahum ‘ilāhun ġayr-u llāhi subḥāna llāhi ʿam-mā yušrikūna
    52:35: “Oder sind sie aus dem Nichts geschaffen? Oder sind sie (selber) die Schöpfer?”
    52:36: “Oder haben sie Himmel und Erde geschaffen? Aber nein! Sie sind (von der Wahrheit) nicht überzeugt.”
    52:37: “Oder verfügen sie über die Vorräte, die dein Herr (in seinem Reichtum allein) besitzt? Oder sind sie es, die die Herrschaft (über die Welt) ausüben?”
    52:38: “Oder haben sie eine Leiter, auf der sie (in den Himmel aufsteigen und) zuhören können (was im Rat der Engel verhandelt wird) ? Dann soll doch derjenige von ihnen, der (auf diese Weise) zuhört, eine offenkundige Vollmacht (über seine Zuständigkeit) beibringen.”
    52:39: “Oder sollen Gott (w. ihm) die Töchter zukommen (die ihr Menschen für euch nicht haben wollt) und euch die Söhne?”
    52:40: “Oder verlangst du (dafür, daß du ihnen die Offenbarung verkündest) Lohn von ihnen, so daß sie von einer Zahlungsverpflichtung belastet wären?”
    52:41: “Oder haben sie (Einsicht in) das Verborgene, so daß sie (wie die Hüterengel?) (alles auf) schreiben?”
    52:42: “Oder wollen sie eine List anwenden? (Das wird ihnen nicht gelingen:) Die Ungläubigen sind es, die überlistet werden.”
    52:43: “Oder haben sie einen (andern) Gott als (den einen) Gott? Gepriesen sei er! (Er ist erhaben) über das, was sie (ihm an anderen Göttern) beigesellen.” [Übers. Rudi Paret]

    Anhand einer Wahrheitswertetabelle läßt sich feststellen, daß das nichtausschließende “Oder”, d. h. “‘am” nur dann insgesamt unwahr ist, wenn es bereits die beiden dadurch verknüpften Sätze sind. Damit läßt sich das nichtausschließende “Oder”, d. h. A ∨ B auch durch eine ihm äquivalente Formel ¬ A ⊃ B ausdrücken.

    Da sowohl der Formel ¬ A ⊃ B als auch ∨ d. h. “‘am” die gleichen Wahrheitswerte (w,w), (w,f), (f,w) und (f,f) vorangestellt sind und die resultierenden Wahrheitswerte stets ebenfalls gleich ausfallen, so sind zwar die Formeln, die Redeweisen also, unterschiedlich aufgebaut, im Ergebnis aber zueinander äquivalent.

    Die obige Reihung läßt sich daher auch als (¬A ∧ ¬ B ∧ ¬ C ∧ ¬ D.. ) ⊃ E formalisieren: Lauter sinngemäß verneinte Aussagen werden nachfolgend mit einer weiteren Aussage E kontrastiert, welche bejaht wird; im Kontext der 52. Sure “aṭ-ṭūr”, d. h. “der Berg Sinai” ist dies das Jüngste Gericht. Sind nämlich hierbei sämtliche Wahrheitswerte zunächst “wahr”, d. h. (w,w,w,w,w), so werden diese – den letzten ausgenommen – im Folgenden negiert. Sie sind allesamt nicht wahr, der Jüngste Tag aber ist es. Somit ergibt sich die insgesamt wahre Formel ¬ A ⊃ B.

    Anders verhält sich dies bei der innerhalb eines Verses auftretenden Kombination aus Fragepartikel und ‘am”, d. h. “‘a- [..]’am”; so schließen Glaube und Unglaube einander aus:

    2:6: ‘inna llaḏīna kafarū sawāʾun ʿalayhim ‘a-‘anḏartahum ‘am lam tunḏirhum lā yu’minūna
    2:6: “Denen, die ungläubig sind, ist es gleich, ob du sie warnst, oder nicht. Sie glauben (so oder so) nicht.” [Übers. Rudi Paret]
    21:55: qālū ‘a-ǧi’ta-nā bi-l-ḥaqqi ‘am ‘anta mina l-lāʿibīna
    21:55: “Sie sagten: Bringst du uns die Wahrheit oder willst du Scherz (mit uns) treiben (w. oder bist du einer von denen, die spielen)?” [Übers. Rudi Paret]
    Der vorangestellte Fragepartikel gliedert den Satz also in ein “Entweder [..] oder”. Noch deutlicher markiert die Verwendung des “‘aw”, daß man Jude oder Christ, nicht aber beides zugleich sein kann:
    2:111: wa-qālū lan yadh̄ula l-ǧannata ‘illā man kāna hūdan ‘aw naṣārā tilka ‘amāniyy-uhum qul hātū burhānakum ‘in kuntum ṣādiqīna
    2:111: “Und sie (d. h. die Leute der Schrift) sagen: Niemand wird ins Paradies eingehen außer denen, die Juden oder Christen sind. Das sind (nur) ihre (persönlichen) Wünsche. Sag: Bringt doch euren Beweis vor, wenn (anders) ihr die Wahrheit sagt!” [Übers. Rudi Paret]
    Dieses “‘aw” bringt eine Kontravalenz zum Ausdruck: Ein Wahrheitswert geht nur mit seinem Gegenteil zusammen, so das Verdecken oder aber das Kundtun des Guten. Das Verzeihen des Bösen schließt jedoch das Tun des Guten nicht aus, sondern ist selber eine gute Tat. Daher ist der folgende Vers trotz des zweimalig auftretenden “‘aw” tatsächlich eine Kombination beider Formen des “Oder”: ((¬ A ∧ B ∨ A ∧ ¬ B) ∨ C) ⊃ D:
    4:149: ‘in tubdū ẖayran ‘aw tuẖfūhu ‘aw taʿfū ʿan sū’in fa-‘inna llāha kāna ʿafuwwan qadīran
    4:149: “Ob ihr etwas Gutes kundtut oder es geheimhaltet oder etwas Böses verzeiht, Gott ist bereit zu verzeihen und hat (zu allem) die Macht.”

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